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Alexander Dimitrenko schlägt Timo Hoffmann nieder

By Emeli Dean

Am vergangenen Samstag, den 17. November, gewann der 25-jährige Ukrainer Alexander Dimitrenko, im Kampf um die WBO Interkontinental-Meisterschaft im Schwergewicht, gegen den 33-jährigen Deutschen Timo Hoffmann durch Technisches K.O. Zum ersten Mal in seiner 10-jährigen Profikarriere musste der Schwergewichtler aus Sachsen-Anhalt vorzeitig eine Niederlage einstecken. Nachdem er bereits zweimal in der vierten Runde zu Boden ging und Dimitrenko ihn in der zwölften und letzten Runde drei weitere Male zu Boden schlug, brach der Ringrichter Andre van Grootenbruel aus Belgien den Kampf 26 Sekunden vor dem Ende ab.

Vor 3.700 Zuschauern gab sich der Deutsche, jedoch nicht ohne Gegenwehr geschlagen. Auch der Ukrainer ging überraschend in der fünften Runde das zweite Mal in seiner Karriere zu Boden. In den ersten Runden wirkte Hoffmann mit seinen Links-Rechts-Kombinationen zunächst aktiver, doch er hatte kaum eine Chance gegen den klaren Favoriten. Dennoch erstaunte er alle über sein Durchhaltevermögen. Nicht umsonst ist er auch als „die deutsche Eiche“ bekannt. Er besitzt eine exzellente Nehmerfähigkeit und hat es seinem Gegner an diesem Abend nicht leicht gemacht.

Als Dimitrenko den Deutschen im vierten Durchgang zu Boden drückte, zählte der Ringrichter, zum Unmut der Zuschauer, einen Punkt für ihn, obwohl kein Wirkungstreffer erkennbar war. „Das war auf keinen Fall Schlagwirkung, er hat mich in dieser Situation nicht getroffen", beschwerte sich Hoffmann hinterher. Später sprach Grootenbruel jedoch einen Punktabzug gegen Dimitrenko aus, als er Hoffmann erneut zu Boden schlug. In der neunten Runde rappelte sich der Herausforderer aus Sachsen-Anhalt noch einmal auf und erzielte einige gute Aktionen für sich. In der darauf folgenden zehnten Runde jedoch musste er wieder mehrere harte Schläge des Konkurrenten einstecken.

Er kämpfte bis zum Umfallen, erreichte aber nicht das Ende der zwölften Runde. Er selbst bedauerte dies und bedankte sich gleichzeitig beim außerordentlichen Publikum: „Schade, dass der Kampf so kurz vor dem Ende abgebrochen wurde. Das Publikum war für mich wie eine zweite Kraft“.
Auch Hoffmanns Trainer Uwe Schuster war verärgert: „Schade, dass ihm der Ringrichter nicht ein normales Kampfende gegönnt hat. Das hatte Timo nach dieser Leistung wirklich nicht verdient".

Es gab auch ein wenig Kritik an Dimitrenkos Stil. Uwe Schuster beschwerte sich: „Dimitrenko schlug häufig tief und drückte ihn immer wieder nach unten. Das hätte schon sehr viel früher mit einer Verwarnung geahndet werden müssen“. Sogar Dimitrenkos Trainer äußerte sich dazu: „Sascha hat Timo mehrfach nach unten gedrückt. Das muss er sich abgewöhnen, das kann zur Disqualifikation führen".

Für Hoffmann war es der 43. Kampf mit der Sauerland Event GmbH, bei der er bis Ende dieses Jahres unter Vertrag steht. Seine größten Erfolge bislang waren: Deutscher Meister im Schwergewicht 1999, Internationaler Deutscher Meister im Schwergewicht 2002, Europäischer IBF-Profi des Jahres 2002, IBF-Intercontinental Champion 2002 und WBO Intercontinental Champion.

Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin in Sport für die
sportwetten Industrie. Finden Sie weitere Artikel der Verfasserin unter www.instantactionsports.com/deutsch/

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