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Formel-1-Testtage in Spanien

By Emeli Dean

Mitte März geht die Formel-1 endlich wieder an den Start. Diese Woche konnten sich die Fahrer schon einmal bei den Testtagen im spanischen Jerez unter Beweis stellen. Den ersten der drei Formel-1-Testtagen dominierte der Gewinner der Konstrukteurswertung 2007, Ferrari. Mit 1:19,845 Minuten fuhr der amtierende Weltmeister Kimi Räikönnen die schnellste Runde im neuen F2008. Dies war die Jungfernfahrt des diesjährigen Ferrariwagens, der vor allem in der Aerodynamik einige spektakuläre Details zu bieten hat. „Wir haben die Aerodynamik komplett überarbeitet. Aber die wahren Geheimnisse stecken unter der Verkleidung“, verriet Technik-Direktor Aldo Costa. Zuschauer war unter anderem Rekord-Weltmeister und Ferrariberater Michael Schumacher, der direkt eingeflogen war, um die erste Fahrt des neuen Boliden genau unter die Lupe zu nehmen.

Sieger des zweiten Tages war Fernando Alonso, der dieses Jahr wieder einmal für das Team Renault startet. Alonso wurde mit offenen Armen empfangen und fühlt sich offenbar wesentlich wohler bei den Franzosen. Er kommentierte zufrieden: „Es gab einige große Veränderungen, sie haben sich stark verbessert und in einigen Bereichen verstärkt, so dass es eigentlich ein neues Abenteuer mit einem neuen Team ist.“ Mit einer Bestzeit von 1:19,503 fuhr er rund drei Zehntel schneller als Räikönnen am Vortag. "Anfänglich war ich noch etwas zurückhaltend, schließlich fuhr ich schon längere Zeit nicht mehr in einem Formel-1-Wagen. Doch gegen Ende des Testtages wagte ich dann mehr", so der Spanier. Der neue Wagen von Renault wird als einziger erst am Ende des Monats in Paris vorgestellt.

Am dritten und letzten Tag der Testfahrten gab es einen Überraschungssieger. Der 25-jährige Deutsche Rennfahrer Timo Glock, der als Nachfolger für Ralf Schumacher bei Toyota startet, absolvierte seine schnellste Runde in 1:20,598 Minuten. Damit war er zwar etwas langsamer als die beiden Gewinner der Vortage, aber ist dennoch überglücklich: "Ich glaube, wir haben ein paar deutliche Verbesserungen vorgenommen. Es ist ermutigend, uns am Ende eines Tages mit der schnellsten Runde zu sehen." Als amtierender Meister in der Formel GP2 will Glock das Team wieder unter die Top Ten bringen. Mit 96 Runden war der Deutsche nicht nur der Schnellste, sonder auch der Rennfahrer mit den meisten Runden.

Weniger erfolgreich dagegen war der ehemalige Toyotafahrer Ralf Schumacher, der für Force India gestartet war, dem ersten indischen Team der Formel-1-Geschichte. Es ist der Nachfolger des englischen Teams Spyker F1. Schumacher war sehr enttäuscht über seine miserable Testfahrt, die ihm nur den letzten Platz verschaffte. "Es kann sein, dass das heute meine letzte Fahrt in einem Formel-1-Wagen war", sagte der 32-jährige.

Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin in Sport für die
sportwetten Industrie. Finden Sie weitere Artikel der Verfasserin unter www.instantactionsports.com/deutsch/

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