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Michael Schumacher jetzt beim Motorsport?

By Emeli Dean

Der ehemalige deutsche Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher beendete seine Formel-1 Karriere 2006. Seinen Rücktritt begründete er damit, dass es keine Garantie für ihn gibt, noch einmal um den WM-Titel fahren zu können. Nach seinem 90. Grand-Prix Sieg und einer 15-jährigen Karriere sah er den richtigen Zeitpunkt, um ihm einen würdigen Abgang zu verschaffen. „Das war eine ganz harte Entscheidung. Aber irgendwann kommt einmal der Tag, wenn man so eine Entscheidung treffen muss.“ Der 39-Jährige ist Ferrari jedoch treu geblieben und bleibt dem Team als Testfahrer und Berater erhalten.

Seit 2007 scheint sich Schumacher immer mehr für die Formel-1 auf zwei Rädern zu interessieren. Anfang des Jahres nahm er bereits an einigen Testfahrten des Motorsports teil und auch im November fuhr er 58 Runden auf dem Motorrad des australischen MotoGP-Weltmeisters Casey Stoner, mit seiner eigenen Bestzeit nur fünf Sekunden langsamer, als der damals geltende Streckenrekord. Zwar gab er bekannt, dass er dies nur aus Spaß tue und keine Absichten habe an einem Rennen teilzunehmen, doch dieses Jahr scheint sich seine Meinung geändert zu haben.

Am 20. März diesen Jahres zeigte Schumacher, dass er auch im Motorsport der geborenen Rennfahrer ist. Er startete auf Einladung des Honda Teams bei einem Superbike-Rennen auf dem Pannonia-Ring in Ungarn. Bereits im Trainigslauf fuhr der Kerpener mit zwei Minuten auf 4,5 km die schnellste Runde und qualifizierte sich somit für die erste Startreihe. Im Hauptrennen belegte er dann bei seinem ersten Renneinsatz den dritten Rang. Hinter den beiden österreichischen Profis Martin Bauer und Andy Meklau war Schumacher somit bester Amateurfahrer. Auf die Siegerehrung wollte er aber verzichten, um dem Rummel zu entgehen.

Das Rennen gehört zum Skoox-Cup, einer semiprofessionellen Rennserie, die vom österreichischen IDM-Superbike Fahrer Mike Wohner initiiert wurde. Die Racing-for-Fun Veranstaltung ist in zwei verschieden Klassen aufgeteilt, Superbikes unter und über 600 ccm.

Kommenden Sonntag, den 30. März 2008, will er sein Glück erneut versuchen und versuchen sich für den Wettbewerb der KTM-Super-Duke-Trophy zu qualifizieren. Das Rennen wird von dem österreichischen Motorfahrzeughersteller KTM veranstaltet und findet auf der italienischen Rennstrecke von Mugello statt, wobei zehn Runden gefahren werden.

Schumachers Fans würden sich über ein Comeback in einer anderen Sparte natürlich riesig freuen, aber mit seiner Aktion erntet Schumacher nicht nur Lob. Der ehemalige Fomel-1-Teamchef und Geschäftsführer von Ferrari Jean Todt ist bestürzt und wünscht ein Motorradverbot für Schumacher. „Es gefällt mir überhaupt nicht, ihn bei Motorradrennen zu sehen, denn wir wissen schließlich, dass das schön gefährlich sein kann.“

 

Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin in Sport für die
sportwetten Industrie. Finden Sie weitere Artikel der Verfasserin unter www.instantactionsports.com/deutsch/

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