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Neuer Einheitsmotor für die Formel-1
By Emeli Dean
Nachdem bereits 2007 aus Kostengründen entschieden wurde, dass es in der Formel-1 nicht mehr erlaubt werde, die Motoren der einzelnen Wagen nach Belieben weiterzuentwickeln, nimmt die Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) nun erste Routineuntersuchungen an den derzeitigen Motoren der Formel-1 Wagen vor.
Der Grund für die Kontrolle sind die jüngsten Leistungssteigerungen, die man in der Formel 1 bei den Motoren von Ferrari, Mercedes und BMW beobachtet hatte. Während die Mehrheit der Teams sich strikt an die neuen Vorgaben der FIA halten, haben sich angeblich die drei besagten Automobilhersteller eine Lücke im neuen System zu Nutze gemacht, denn Änderungen, die der Zuverlässigkeitsverbesserungen dienen, sind weiterhin erlaubt. Diese zugelassenen Eingriffe können auch einen netten Nebeneffekt haben und die Leistung der einzelnen Wagen erhöhen. Der Unterschied zwischen den Autos mit Motoren von BMW und Renault soll bereits über 20PS betragen.
Das macht den kleineren Teams natürlich schwer zu schaffen und so beantragten sie eine so genannte Niveauregulierung bei der FIA. Eines der betroffenen Teams äußerte sich in der Öffentlichkeit zu diesen Angaben und wünscht, dass die Motorenleistungen im Starterfeld ausgeglichener wären. "Im vergangenen Jahr hatten wir eine konkurrenzfähige Maschine, aber in diesem Jahr liegen andere Teams laut unserer Analyse vor uns. Es gibt bestimmt keinen deutlicheren Hinweis, als unsere beiden Red‑Bull‑Teams“, so Teamchef Christian Horner.
Die neue Regelung ist vorerst bis 2013 vorgesehen, doch nach den neusten Erkenntnissen muss die FIA wohl einschreiten und ihre Vorschriften gegebenenfalls weiter ausarbeiten. Sollte dies nicht geschehen könnte es passieren, dass sich die Formel-1 spaltet.
Jeder, der aktiv in der Formel-1 beteiligt ist, weiß, dass die Kosten gesenkt werden müssen, um ein Fortbestehen zu ermöglichen. Mit dem Plan sollen die Kosten angeblich um bis zu 95 Prozent gesenkt werden. Doch über die Regelung des Einheitsmotors gibt es zwiespältige Meinungen. Für die führenden Hersteller wie Mercedes, Ferrari oder BMW bedeutet diese Regelung, dass sie sich ihre technische Kompetenz nicht mehr zunutze machen können und "das läuft den Interessen der Hersteller zuwider", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. Für kleinere Teams wie Renault oder Toyota kommt diese Regelung jedoch gerade richtig und würde ihnen einige Vorteile bringen. Es gibt Stimmen, die die Kostensenkungen stark anzweifeln und beklagen, dass es keine Stabilität und Planungssicherheit mehr in der Formel 1 gebe. Ein Ausstieg einiger Hersteller scheint nicht gänzlich ausgeschlossen, sollte man ihren Interessen nicht entgegenkommen.
Vor ungefähr einer Woche wurde bekannt gegeben, dass es Ende dieses Jahres eine Ausnahme für drei Teams geben wird. So haben Toyota, Renault und Honda die Erlaubnis der FIA im Vorfeld der Saison 2009 geringfügige Änderungen an ihren Triebwerken vorzunehmen. Sinn und Zweck dafür soll ein relativ ausgeglichenes Kräfteverhältnis der Formel 1 Motoren sein.
Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin für Sportartikel in der
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