Bruno Senna enttäuscht über Absage in der Formel-1
By Emeli Dean
Der 25-jährige brasilianische Automobilrennfahrer Bruno Senna ist der Neffe des 3-fachen Formel-1-Weltmeisters und Ikone des Sports, Ayrton Senna, der im Alter von nur 24 Jahren beim Großen Preis von San Marino 1994 auf dem Kurs von Imola tödlich verunglückte. Im Gegensatz zu den meisten Rennfahrern im Automobilsport, begann Bruno Senna seine Karriere ohne jegliche Erfahrung im Kartsport. Grund dafür ist, dass Bruno seinen Traum vor seiner Mutter aus Fürsorge geheim hielt, denn sie hatte bereits ihren Bruder, Ayrton Senna, im Jahr 1994 und ihren Mann im Jahr 1996 durch Unfälle verloren. Erst im Alter von 20 Jahren wagte er sich seine Chance wahrzunehmen und seinen Traum zu verwirklichen.
Dank privater Trainingsstunden mit seinem berühmten Onkel im Kindesalter gelang es Bruno seine ersten Runden in einem Formel BMW in England zu drehen und sein Talent zu beweisen. Im Jahr 2004 nahm er dann erstmals an der britischen Formel 3 teil und schaffte es zwei Jahre später bereits unter die ersten drei. Zur Saison 2007 wechselte Senna in die Nachwuchsklasse des Automobilsports, der GP2‑Serie, die eine Stufe höher als die Formel 3 steht und als unmittelbare Vorstufe zur höchsten Motorsportkategorie Formel 1 gilt.
In der letzten Saison, die von April bis September 2008 dauerte, konnte er sich den Titel des Vizemeisters der GP2-Serie holen und hatte nach einigen absolvierten Testfahrten für das ehemalige Formel‑1‑Team Honda Racing gehofft, in diesem Jahr in die Formel 1 einzusteigen.
Nachdem das Team jedoch Ende 2008 bekannt gab, dass es sich aus Kostengründen komplett aus der Formel 1 zurückzuziehen werde, schien der Traum wie eine Seifenblase zu zerplatzen. Zwar wurde nur zwei Monate später bekannt, dass Mitarbeiter des Unternehmens, unter anderem Teamchef Ross Brawn und Generaldirektor Nick Fry, das Bestehen des Teams vorerst mitEigenmitteln ermöglichen werden, doch trotz allem entschied sich das Honda-Nachfolgerteam gegen den Neuling und wird offenbar wieder mit Brunos Landsmann Rubens Barrichello starten, der zwei Jahre lang bei Honda fuhr.
Bruno Senna ist sichtlich enttäuscht, doch er gibt die Hoffnung nicht auf. „Ich bin schon ein bisschen sauer. Diese Geschichte hatte sich so lange hingezogen, dass ich andere gute Optionen verloren habe. Es ist wichtig, die Formel 1 als Priorität zu behalten. Ich muss schauen, dass ich so nah wie möglich an einem Hersteller dran bleibe, der auch in der Formel 1 vertreten ist. Das Ziel muss sein, gute Beziehungen zum Formel-1-Programm eines Konzerns aufzubauen.“
Vielleicht hat der Brasilianer ja ein bisschen Glück, denn es ist im Gespräch, dass der 25-Jährige vielleicht an der Seite von Ralf Schumacher in der DTM-Serie beim Team Mercedes fahren wird. Mercedes‑Sportchef Norbert Haug bestätigte, dass diese Option erwägt wird, doch er will sich noch nicht hundertprozentig festlegen. „Sicher wäre es schön, Bruno Senna in der DTM zu haben. Ob dies allerdings auch so kommen wird, ist derzeit reine Spekulation. Es gibt Gespräche, aber keine Entscheidung."
Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin für Sportartikel in der Wetten auf American Football Industrie. Finden Sie weitere Artikel der Verfasserin unter www.instantactionsports.com
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