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Saisonstart 2009 der Formel-1

By Emeli Dean

In rund zwei Wochen beginnt die diesjährige Saison mit dem ersten Formel-1-Rennen. Der Große Preis von Australien findet auf dem Albert Park Circuit in Melbourne statt und hat eine Streckenlänge von 5,303 Kilometer. Der ehemalige Rennfahrer Michael Schumacher aus Deutschland hält bislang alle Rekorde der Strecke: den Rundenrekord, die meisten Siege (4) und die meisten Poles (5).

Die Formel-1 ist eines der meist gesehensten Sport Events in Deutschland, doch die Euphorie über diesen Sport könnte sich bald ändern, denn die Zukunft der Formel-1 ist ungewiss. Nach mehreren Reformen in der vergangene Zeit und der weltweiten Finanzkrise wird es für die Teams immer schwieriger den Regelungen gerecht zu werden.

Zuerst die neue Reifenregelung, die besagt, dass jeder Fahrer während eines Rennens mindestens einmal die weichen und einmal die harten Reifen benutzen muss. Dann der Rückzug des Reifenfabrikanten Michelin, die neue Regelung über die neuen Einheitsmotoren, die vor allem den kleineren Teams schwer zu schaffen macht und nun die Einführung des Energierückgewinnungssystems KERS (Kinetic Energy Recovery System), welches zum Saisonstart 2009 zur Benutzung freigegeben wurde.

Mit diesem neuen System sollen die Rennwagen, laut der FIA und den Automobilherstellern, energieeffizienter und somit auch umweltfreundlicher werden, was jedoch von vielen in Frage gestellt wird. Bei diesem System soll die beim Bremsen freiwerdende Energie gespeichert werden und zu anderen Nutzen verwendet werden. Das neue System ist vorläufig freiwillig und soll auf geregelte Weise entwickelt werden. So ist das Ziel in rund vier Jahren komplett auf neuentwickelte Motoren umzusteigen. Während dieser vier Jahre soll die Zulassung von nutzbarer Leistung der Motoren langsam, aber stetig angehoben werden.

Das neue System scheint jedoch nicht von allen Teams mit offenen Armen empfangen zu werden, denn kurz vor dem ersten Rennen der Saison werden offenbar nur zwei der zehn teilnehmenden Teams mit dem neuen System an den Start gehen. Bislang haben sich nur die beiden Top-Teams McLaren‑Mercedes und Ferrari deutlich für die Nutzung dieses Systems ausgesprochen. Der finnische McLaren‑Rennfahrer Heikki Kovalainen erklärte: „Wir sind auf einem Niveau angekommen, an dem wir KERS jeden Tag einsetzen können, verlässlich, ohne jedes Problem und mit maximaler Kraft.“

Weltmeister der Saison 2007, Kimi Räikkönen, der seit 2007 für Ferrari fährt und somit den erfolgreichsten Pilot der Formel-1-Geschichte Michael Schumacher ablöste, ist sehr zuversichtlich, auch wenn sein Team bei einigen Testfahrten noch mit dem neuen System zu kämpfen hatte, doch es wird alles daran gesetzt, das System möglichst schnell zur Rennreife zu bringen. „Ich glaube, wir sind auf einem sehr guten Level, daher wird hoffentlich alles gut gehen.“

Zwei weitere Teams wollen versuchen, das neue System bis zum Saisonauftakt bereit zu haben, doch noch ist es nicht sicher. Die Rede ist von BMW-Sauber und Renault. BMW ist generell pro KERS, doch die Testfahrten haben nicht die gewünschten Resultate erbracht. Damit verschafft sich das Team viel Kritik, denn gerade BWM hatte sich stark für dieses neue System eingesetzt. Nach dem letzten Forme‑1‑Test in Barcelona die letzte Woche gibt es jedoch Hoffnung, dass auch BMW mit dem neuen System in Australien an den Start gehen wird. Der technische Koordinator des Teams sagte, dass die letzten Tests sich als positiv herausstellten und dass mehr über das neue System gelernt wurde und Konfigurationen vorgenommen wurden. „Der F1.09 befindet sich in punkto Zuverlässigkeit auf einem guten Stand.“

Vom Team Renault konnten wir folgendes Statement erlangen: „Ich gehe davon aus, dass wir es in Australien einsetzen werden, weil es zwei oder drei Zehntelsekunden bringt“, sagte Manager Flavio Briatore. Doch außer diesem Statement wurde sich bislang nicht zum neuen System geäußert.

Trotz der Schwierigkeiten in der Formel-1, hoffen alle Beteiligten auf einen positiven Ausgang. Vor etwa einer Woche hat die Formel-1-Teamvereinigung FOTA neue Pläne für die Zukunft vorgelegt, die der Formel‑1 helfen sollen. „Diese Pläne sind das Ergebnis von Treffen in den vergangenen Wochen und Monaten und haben ein Ziel: Sie sollen die Formel 1 für die Zuschauer, die Fans vor den Fernsehern und die Internetnutzer wirtschaftlich zukunftsfähig, umweltfreundlich und preislich attraktiv machen“, erklärte Ferrari‑Präsident Luca di Montezemolo.

Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin für Sportartikel in der Formel 1. Finden Sie weitere Artikel der Verfasserin unter www.instantactionsports.com

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