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Die Frage um die Sicherheit bei der Fußball-WM 2010 in Afrika

By Emeli Dean

In den letzten Tagen hat die Frage um die Sicherheit bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2007 an Bedeutung gewonnen. Am vergangenen Freitag, den 23. November 2007, noch vor der Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen wurde ein tragischer Vorfall bekannt. Der österreichische Ex-Fußball-Profi Peter Burgstaller wurde in der Nähe des südafrikanischen Durban erschossen. Der 43-jährige ehemalige Torhüter des SV Salzburg war als Tourist nach Durban gekommen und hatte sich eine Partie auf einem Golfplatz. Er sei offenbar nach Südafrika geflogen, um Karten für die Auslosungsgala zu ergattern. Ermittlungen zu Folge heißt es, es handelte sich um einen Raubmord. Die Täter glaubten möglicherweise, dass er Geld und Kreditkarten bei sich hatte. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt weder Erkenntnisse über den Täter noch über die Waffe und die Tatzeit.

Auch DFB-Teammanager Oliver Bierhoff musste schlechte Erfahrungen bei seinem Besuch in Durban sammeln. Als er sich im offiziellen Fifa-Hotel dem Frühstücksbüffet widmete, wurde aus seinem Zimmer seine Aktentasche mit Handy und Reisepass entwendeten. Diesem Ereignis solle jedoch auf keinen Fall Grund zur Sorge um die Sicherheit im Lande sein. Ernst Middendorp, zur Zeit Trainer bei Arminia Bielefeld, sagte: „Der Diebstahl von persönlichen Gegenständen aus dem Hotel könne einem auch in jedem anderen Land passieren.“ Middendorp, der zwischen 2005 und 2007 Trainer beim Traditionsverein Kaizer Chiefs aus Johannesburg war, erklärte außerdem: „Man muss schon wissen, wo man sich insbesondere nachts bewegen kann. Es gibt Orte, wo man sich nicht aufhalten sollte.“ Er fordert, dass alle Spieler und Zuschauer aufgeklärt werden, um Risiken zu vermeiden. „Das ist ein Aspekt, der muss einfach geleistet werden.“ Der gleichen Meinung ist auch Oliver Bierhoff: „Die Fans, aber auch wir als Mannschaft müssen uns darauf einstellen, dass es eine andere WM als 2006 in Deutschland wird.“

Die Kriminalitätsrate in Südafrika ist sehr hoch, so passieren durchschnittlich 50 Morde pro Tag. Im Jahr 2006 wurden insgesamt 19.202 Morde und etwa dieselbe Anzahl an versuchten Morden registriert. Die Zahl der Raubüberfälle lag 2006/2007 bei 126.558. Das Erschreckende ist, dass nur etwa 30% aller Straftaten auch mit einer Verurteilung enden. Südafrikas Polizei versichert, dass alle Maßnahmen für eine sichere WM getroffen wurden. Diese Maßnahmen treffen jedoch nur für einen bestimmten Bereich zu, so hielt sich Peter Burgstaller nach Angaben der Polizei nicht innerhalb des gesicherten Bereichs auf.

FIFA-Präsident Blatter wurde gefragt, ob es vertretbar sei, so eine kostspielige Veranstaltung in ein Land mit derartigen sozialen Problemen zu vergeben. Sein Kommentar dazu war: „Ich bedaure, was passiert ist. Aber man kann und darf so etwas nicht in Beziehung zu den Organisatoren der WM setzen. Das wäre nicht korrekt. Fußball kann Probleme lösen und Südafrika hat gewusst, worauf sich das Land einlässt‘‘. Middendorp hofft, dass der Fußball die schwarze und weiße Bevölkerung des Landes näher zusammenbringt.

Bei der Eröffnungsrede von Staatspräsident Thabo Mbeki sagte er: „Ich bin zuversichtlich, dass die Welt des Fußballs in und mit Südafrika feiern wird. Sie wird in 2010 die Schönheit des Kontinents kennen lernen.“ DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach hat unterstützende Worte: „Bei den beiden Weltmeisterschaften 1978 in Argentinien und 1986 in Mexiko gab es auch sehr viel Skepsis und letztlich war gerade Mexiko ein großartiger Gastgeber." Und auch Bundestrainer Joachim Löw ist davon überzeugt, dass es eine gute Idee war, den Südafrikanern trotz einiger Probleme die WM zuzusprechen. "Afrika hat es als Kontinent einfach verdient, Ausrichter einer WM zu sein. Ich bin mir sicher, sie werden alles dafür tun, dass die WM friedlich über die Bühne geht“.

Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin in Sport für die
sportwetten Industrie. Finden Sie weitere Artikel der Verfasserin unter www.instantactionsports.com/deutsch/

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