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Bußgeldverfahren gegen DFB und DFL
By Emeli Dean
Gegen de Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) läuft ein Bußgeldverfahren. Das Bundeskartellamt wirft den beiden Organisationen verbotene Absprache bei der Sponsorensuche vor. Dies ist in sofern ein Vergehen, dass der DFB und die DFL Konkurrenten sind und mittels der Absprache den Wettbewerb beschränken. Das Bundeskartellamt ist die deutsche Wettbewerbsbehörde und hat die Aufgabe den Wettbewerb in Deutschland zu schützen.
Bei der Suche nach Sponsoren für die Frauen-WM plante der DFB bereits im Jahre 2006 die Bahn AG anzusprechen. Das Eisenbahnunternehmen besitzt ebenfalls einen Dreijahresvertrag als Hauptsponsor beim Hertha BSC, der erst 2009 ausläuft. Deshalb fand der DFB es für richtig, den Manager des Berliner Clubs darüber zu informiert. Allein diese Tatsache stellt nach Auffassung des Kartellamtes bereits eine wettbewerbswidrige Absprache dar.
Bereits Ende Februar hatten Ermittler des Amtes die zentralen Geschäftsräume der beiden Verbände wegen durchsucht und beschlagnahmten stapelweise Unterlagen. Zur gleichen Zeit wurde den Funktionären beider Verbände eine Informationssperre verhängt, dass heißt, dass diese nicht mehr miteinander über Sponsoren reden dürfen.
Damals wurde erklärt, sollten sie gegen diese Auflage verstoßen, so drohe ihnen ein Bußgeld in Höhe in Millionenhöhe, von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes ist die Rede. Beim DFL, der einen Jahresumsatz von ca. 1,75 Milliarden Euro erzielt, würde sich die Buße auf rund 175 Millionen Euro belaufen. Mit ca. 80 Millionen Euro Jahresumsatz muss der DFB um rund acht Millionen Euro bangen. Die Geldbuße könnte sogar persönlich gegen DFB-Präsident Theo Zwanziger und DFL-Präsident Reinhard Rauball ausgesprochen werden. Reinhard Rauball bestritt diese Angaben allerdings: "Eine Informationssperre gegen mich gab es nie."
Zur gleichen Zeit wird auch die Rechtmäßigkeit der zentralen Vermarktung der Bundesliga-Fernsehrechte für den neuen Ausschreibungszeitraum von 2009 geprüft. Dadurch ist die Austragung der Länderspiele der Männer-Nationalmannschaft nach der EM 2008 in Österreich und der Schweiz gefährdet. Und auch die Austragung der in 2011 stattfindenden Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft ist gefährdet, sollte sie überhaupt stattfinden, denn sollte die derzeit gängige Praxis der Sponsorensuche nicht umzusetzen sein, kann die Ausrichtung der WM in Deutschland möglicherweise nicht gewährleistet werden und die Frauen-WM müsste wieder and den Weltverband FIFA zurückgegeben werden.
Am vergangenen Donnerstag gab das Bundeskartellamt bekannt, dass der Austragung des DFB-Pokal-Endspiels zwischen Borussia Dortmund und Bayern München am 19. April in Berlin sowie der Austragung der Länderspiele gegen Weißrussland am 27. Mai in Kaiserslautern und gegen Serbien am 31. Mai in Gelsenkirchen nichts im Wege stehe. DFB-Sprecher Harald Stegner verkündete, dass das Kartellamt in einem Brief mitgeteilt hatte, dass es keine «kartellrechtliche Bedenken» gäbe, aber alles Weitere vorerst unklar bliebe.
DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach zeigte sich empört: „Das ist eine Belastung für die DFB-Führung und für das Management, die Vorwürfe sind absurd.“ Außerdem erklärte er, dass selbst der Deutsche Olympische Sportbund gemeinsam mit der Deutschen Sporthilfe vermarktet.
Zur Seite steht den Verbänden Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, der auch für die Sparte Sport zuständig ist. Er zeigt großes Verständnis für die beiden Verbände und erklärte, dass der Sport und Fußball nicht nur nach den Gesetzen von Markt und Wettbewerb regulieren werden sollten.
Nun sind neue Anschuldigungen aufgetreten. Vorgeworfen wird dem DFB Druck auf Bundeskartellamt ausgeübt zu haben, denn der Präsident der Behörde hat den für das Verfahren zuständigen Berichterstatter in eine andere Abteilung versetzt. Er bestritt diese Anschuldigung jedoch und erklärte, dass die Versetzung ausschließlich auf persönliche Probleme innerhalb der Abteilung zurückgehe und nicht auf politischen Druck erfolgte. Und auch der DFB erklärte, dass keinerlei Druck ausgeübt worden sei.
Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin in Sport für die
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