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Sperre für den italienischen Fußballer Francesco Flachi

By Emeli Dean

Bereits im vergangenen Jahr ist gegen den Italiener Francesco Flachi das Urteil zu einer Sperre von 16 Monaten wegen Dopings ausgesprochen worden. Das italienische olympische Komitee hatte jedoch Einspruch eingelegt und so wurde der Fall dem Internationalen Sportsgerichtshof (CAS) übergeben. Der damals 31-Jährige Stürmer des italienischen Vereins U.C. Sampdoria war nach einem Heimspiel gegen Inter Mailand am 28. Januar 2007 positiv auf Kokain getestet worden. Flachi hatte damals ausgesagt, dass sich das Rauschgift in einer von einem Unbekannten angebotenen Zigarette befand. Über ein Jahr später bestätigt nun der im Schweizer Lausanne ansässige Internationale Sportgerichtshof (CAS) offiziell, dass die Sperre gerechtfertigt ist und sogar auf zwei Jahre angehoben werde.

Über Flachi gab es in den letzten Jahren bereits die eine oder andere Schlagzeile. So hatte ihn die italienische Fußballliga bereits im September 2006 für zwei Monate gesperrt, nachdem man herausgefunden hatte, dass er und einige seiner Teamkollegen interne Informationen über mögliche Spielzüge an Wettspieler weitergegeben hatten.

Fußball ist heute eine der beliebtesten und weltweit am weitesten verbreitete Sportart und von Doping hört man eigentlich selten, doch in den letzten Jahren wurden auch im Fußball einige Fälle aufgedeckt. Im Rahmen von Fußballweltmeisterschaften wurden bisher vier internationale Fußballer positiv getestet: 1974 Ernest Jean Joseph aus Haiti, 1978 Willie Johnston aus Schottland, 1986 Ramon Caldere aus Spanien und 1994 wurde bei der damals 33-jährige Fußballikone Diego Maradona aus Argentinien die verbotene Substanz Ephedrin festgestellt. Maradona hatte auch privat Drogenprobleme und erlitt im Jahr 2000 sogar einen Herzinfarkt auf Grund einer Überdosis Kokain.

Und auch in Deutschland ist der ein oder andere Fall aufgetreten. Natürlich wurde zuerst alles abgestritten, doch immer mehr frühere Profis und Trainer gestehen mit Doping in Berührung gekommen zu sein. Der ehemalige deutsche Fußballer und einer der weltbesten Torhüter der 80er Jahre Harald Anton Schumacher, den alle nur Toni nannten, veröffentlichte 1987 als eine Art Zwischenbilanz seiner Karriere das Buch „Anpfiff“ mit dem Untertitel "Enthüllungen über den deutschen Fußball".

Der heute 54-Jährige hatte in seinem Buch Vorwürfe über Spieler, Trainer und Funktionäre erhoben. So schrieb er zum Beispiel, Eike Immel sei spielsüchtig, Olaf Thon sei faul und Paul Breitner sei Raucher und Trinker. Auch schrieb er über das brisante Thema Doping in der Bundesliga, er selbst gestand im Training Dopingmittel ausprobiert zu haben. Seine Äußerung dazu war: "Ich hab´s gesagt, weil ich unbedingt wollte, dass mit dieser Sache aufgehört wird. Danach ist die Dopingkontrolle eingeführt worden." Doch nicht alle wollten seine Kommentare akzeptieren und so musste er die Konsequenzen tragen.

Nach einer Vorstandsitzung des DFB gab der damalige Präsident Hermann Neuberger bekannt, dass Schumacher auf Grund der entstandenen Situation nicht mehr in die Nationalmannschaft berufen werde.

Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin in Sport für die
sportwetten Industrie. Finden Sie weitere Artikel der Verfasserin unter www.instantactionsports.com/deutsch/

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