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Gastgeberländer der EM 2010 in der Krise
By Emeli Dean
Bereits im vergangenen Jahr wurden die beiden Nachbarländer Polen und die Ukraine von dem UEFA Exekutivkomitee als Gastgeber für die 14. Fußball-Europameisterschaft 2012 auserwählt. Damit findet das Event, welches vom 9. Juni bis zum 1. Juli ausgetragen wird, zum ersten Mal im Osten Europas statt.
Mitte 2005 gaben Polen und die Ukraine ihre Gemeinschaftsbewerbung ab, dabei haben sie sich mit insgesamt 8 Stadien beworben, unter anderem mit dem seit 2004 in Bau befindlichen Stadium in Donezk, der fünftgrößten ukrainischen Stadt . Es ist das wohl teuerste Stadium, welches mit über 250 Millionen Dollar finanziert wurde und mit 50.000 Sitzplätzen ausgestattet ist. Geleitet wurde der Bau von dem ukrainischen Unternehmer Rinat Achmetow, der seit 1996 Präsident des ukrainischen Fußballvereins Schachtar Donzek ist. Eines der bedeutendsten Spiele, das in diesem Stadium stattfinden wird, ist eines der Halbfinalspiele.
Während sich Polen über die Entscheidung wahnsinnig freute, schien die Ukraine eher skeptisch. Zwar hatten sie sich zusammen beworben, aber hatten vielleicht nicht mit diesem Ausgang gerechnet. In Polen wurden schon große Pläne für den Zuschlag zur Euro 2012 gemacht. Ein Politiker äußerte sich dazu wie folgt: „Das ist ein großer Erfolg der Regierung und der gesamten polnischen Nation. Es ist gleichsam eine große Chance. Für diese Meisterschaft werden wir Autobahnen, Hotels und Stadien bauen.“
Die Partnerschaft mit der Ukraine soll auch als politisches Signal gelten, denn nach der sogenannten „orangenen Revolution“ hat die Ukraine das Bestreben, ebenfalls EU-Mitglied zu werden. Mit der Euro 2012 verbindet sich in der Ukraine nun auch die Hoffnung auf einen Prozess der Einigkeit in dem riesigen Land, das zwischen der EU und Russland, zwischen Modernisierern und Bewahrern, pendelt. Doch im Gegensatz zu Polen scheint die Ukraine sich nicht im Stande zu sehen, die Auflagen der UEFA bis zum gegebenen Zeitpunkt zu erfüllen.
Im Juli dieses Jahres hatten UEFA-Inspektoren aus gutem Grund die Ukraine besucht, denn trotz mehrerer Jahre Vorbereitung sind dort keine merklichen Fortschritte im Bezug auf das anstehende Turnier zu erkennen. Die politische Lage, unzureichende Sicherheit, fehlende Infrastruktur, Korruption und Verzögerungen beim Stadionbau gaben stark zu bedenken und lösten Frust und Missgunst aus. Zu allem kommt nun auch noch die Krise der internationalen Finanzmärkte, die die Ukraine in der Vorbereitung auf die Ausrichtung der EM 2012 zu einem Baustopp gezwungen hat. Der neue UEFA-Präsident Michael Platini sagte: „Wenn es in Kiew und Warschau keine Stadien gibt, findet die EM dort nicht statt.“
Im Juli war sogar die Rede von einer möglichen Neuvergabe der Gastgeber, doch UEFA Kommunikationsdirektor William Gaillard gab eindeutig zu verstehen, dass dies nicht auf der Tagesordnung stehe. Auch Deutschland war im Gespräch als Ersatzpartner für Polen einzuspringen, doch auch diese Meldung wurde vom DFB-Generalsekretär zurückgewiesen.
Noch scheint es keine endgültige Entscheidung zu geben. Einerseits fordert Platini mehr Härte und Druck und ist der Meinung, dass die beiden Länder bei der Organisation nicht getrennt werden sollten, immerhin hatten sie sich zusammen beworben und sollten auch gemeinsam die Konsequenzen tragen. Entweder schaffen es beide Ausrichter, oder beide verlieren die Chance Gastgeber zu sein. Andererseits soll angeblich ein „Notfallplan“ mit den deutschen Spielorten Berlin und Leipzig entworfen worden sein. Für den Fall, dass die Ukraine die vom europäischen Fußballverband UEFA gestellten Anforderungen nicht erfüllen kann werden wir vielleicht erneut wieder in den Genuss deutscher Gastfreundschaft kommen.
Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin für Sportartikel in der Wetten auf American Football Industrie. Finden Sie weitere Artikel der Verfasserin unter www.instantactionsports.com
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