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Deutsche Bundesliga - Drittligist Kickers Emden steckt in einer misslichen Lage
By Emeli Dean
Der ostfriesische Fußballverein Kickers Emden entstand im Jahr 1946 als Vereinigung aus mehreren zwangsaufgelösten Vereinen. In seinen fast 60 Fußballjahren hat der Verein mehrere Spielklassen durchlebt, das liegt vor allem daran, dass sich die Klassifizierungen stark verändert haben, so wurden neue Spielklassen über die Jahre hinzugefügt und andere wiederum modifiziert.
Von 1949 bis 1964 spielten die Kickers in der Amateurliga Niedersachsen-West, die damals zweithöchste Spielklasse darstellte. 1991 gelang ihnen dann endlich der Aufstieg, doch da nicht etwa in die höchste Spielklasse, sondern in die nun drittklassige Oberliga Nord. 1994 blieben die Kickers auf der gleichen Ebene, doch die dritthöchste Spielklasse war nun die neu gegründete Regionalliga Nord und die Oberliga Nord wurde zur vierthöchste Spielklasse. In jenem Jahr folgte der Abstieg, wieder in die Oberliga Nord. Bereits in der ersten Saison gewann die Mannschaft auf Anhieb und für Experten durchaus überraschend die Meisterschaft und so gelang ihnen wieder der Aufstieg in die noch dritthöchste Spielklasse, die Regionalliga, die – anders als in den 1990ern – nun zweigleisig aufgebaut war. Im Mai letzten Jahres schaffte die Mannschaft dann die Qualifikation für die vom DFB neu gegründete 3. Liga, die nun die Regionalliga auf den vierten Platz verschiebt, die nun wiederum dreigleisig aufgebaut ist.
Die neue Fußball-Liga enthält 20 Teams, wobei genau wie in den höheren Spielklassen die ersten beiden Plätze direkt in die nächste Spielklasse aufsteigen werden, hier die zweite Bundesliga. Die Mannschaft auf dem dritten Platz der dritten Bundesliga kämpft in einem Relegationsspiel gegen den 18. Platz der zweiten Bundesliga um einen möglichen Auf- bzw. Abstieg.
Nach dem 20. Spieltag liegt die Mannschaft der Kickers Emden auf dem dritten Platz der dritten Liga, mit vier Punkten Vorsprung auf den Viertplatzierten. Noch sind einige Spiele zu spielen, doch seit Beginn der Saison liegen die Emdener stetig auf einem der ersten drei Plätze. Der sportliche Erfolg ist groß, doch kurz vor Ende der diesjährigen Saison steht der eventuelle Aufstieg in Frage, nicht aus sportlicher Sicht, sondern aus rechtlicher Sicht, denn laut des DFB ist das Stadion der Emdener selbst für einen Drittligisten zu klein. Für Drittligisten ist eine Zuschauerkapazität von mindestens 10.000 vorgeschrieben, in der zweiten Liga müssen sogar mindestens 15.000 Fans Einlass finden können.
Der BSV Kickers Emden spielt momentan im Embdena-Stadion, das im Jahr 1950 seine Eröffnung feierte. Das Fassungsvermögen betrug zunächst rund 12.000 Zuschauer, doch nach neusten Auflagen des DFB dürfen aus Sicherheitsgründen nur noch 7.200 Zuschauer ins Stadion und das ist laut Regelung zu wenig. Im Oktober 2007 stellte der Verein den Plan für ein neues Stadion vor, das den Vorschriften gerecht werden soll, so soll das bestehende Stadion nicht vernichtet sondern nur Stück für Stück umgebaut werden, um die derzeitigen Spiele weiterhin durchführen zu können. Nun gerät der Verein in Zugzwang.
Baubeginn sollte anfänglich in der Sommerpause nach der Saison 2007/08 sein, doch bislang schreitet der Bau nur virtuell voran. Aus Kostengründen konnte sich der Bau noch nicht realisieren. Die Stadt Emden hat zugesagt einen Drittel der benötigten Summe bereitzustellen. Nun wird versucht auch den Rest zusammenzubekommen. Der DFB gibt dem Verein bis Ende März Zeit zumindest die Funktionstribüne fertig zu haben. DFB-Sicherheitsexperte Gerhard Kißlinger ist zuversichtlich. "Wir haben felsenfestes Vertrauen in den Verein, ins Präsidium und die Stadt, dass sie die Auflagen des DFB in vollem Umgang erfüllen werden", sagt der 42-Jährige.
Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin für Sportartikel in der
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