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Straßen-Rad-Weltmeisterschaften in Stuttgart
By Emeli Dean
Nach 16 Jahren kehren die Straßen-Weltmeisterschaften zurück nach Stuttgart, eine der schönsten Radsport-Metropolen. Gestern, Mittwoch, den 26. September, sind die Rad Weltmeisterschaften in Stuttgart eröffnet worden. Dies ist die wohl wichtigste Rad-WM seit vielen Jahren.
Diese WM sollte als Neuanfang nach den zahlreichen Doping-Enthüllungen präsentiert werden. Die Organisatoren erstellten hierfür einen umfangreichen Maßnahmenkatalog, welcher z.B. eine Klausel beinhaltet, die besagt, dass ehemalige Fahrer mit einer Dopingvergangenheit nicht mit einer VIP-Akkreditierung ausgestattet werden. Außerdem ist jeder Fahrer verpflichtet eine so genannte Ehrenerklärung zu unterschreiben, um am Rennen teilnehmen zu können.
So darf Erik Zabel zwar an dem Kurs durch die Stuttgarter Innenstadt teilnehmen, ist aber ansonsten eine unerwünschte Person auf dem WM-Gelände.
Der 37-jährige ist der nach Profisiegen bis zum heutigen Tage erfolgreichste deutsche Profi-Radrennfahrer. Im Mai dieses Jahres gestand er im Rahmen einer Pressekonferenz, bei der Tour de France 1996 Doping betrieben zu haben. Er musste sein Grünes Trikot, das er 1996 gewann, zurückgeben. Weitere Bestrafungen drohen ihm nicht, da sein Vergehen bereits verjährt ist.
Für die Teilnahme Erik Zabels an der WM gab es eine Abstimmung des Bundes Deutscher Radfahrer, die mit 6:2 Stimmen positiv für ihn ausfiel. Verbandsvizepräsident Dieter Kühnle war mit dieser Entscheidung absolut nicht zufrieden und gab deshalb seinen Rücktritt bekannt.
Ebenso im Mittelpunkt eines Streits wegen Doping stehen die Italiener Bettini und Giro-Sieger Di Luca, gegen den in Italien bereits ermittelt wird. Bettini weigerte sich als Einziger die Ehrenerklärung des Radsportverbandes UCI zu unterschreiben. Dies ist nach Ansicht der Ausrichterstadt Grund die Zulassung zum Start zu verweigern.
Beim Zeitfahren auf dem 44.9 km langen Kurs siegte der Schweizer Titelverteidiger Fabian Cancellara mit einer Zeit von 55:41 Minuten. Der Deutsche Meister Bert Grabsch erreichte mit einem Abstand von nur 15 Sekunden den undankbaren vierten Platz, dicht gefolgt vom Erfurter Sebastian Lang. Der 26-jährige Grabsch hatte bei seiner Fahrt im Gegensatz zu Cancellara, der eine Stunde später startete, noch mit schlechten Wetterbedingungen zu kämpfen.
Dennoch zeigten sich beide Fahrer mit ihren Platzierungen zufrieden. Für Sebastian Lang war es das erste große Rennen nach einer Pause durch eine langwierige Verletzung.
Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin in Sport für die
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