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Was wird aus dem deutschen Radsport?
By Emeli Dean
Seit im August vergangenen Jahres das Team Gerolsteiner als vorletzte deutsche Mannschaft seine Teamauflösung bekannt geben, heißt es bangen um den deutschen Radrennsport! Das verbleibende junge Milram Team hatte sich vorgenommen, die Chance zu nutzen, einen Neuanfang mit den besten deutschen Fahrern zu starten. Teamchef Gerry van Gerwen sagte stolz: "Das wird eine Mannschaft, an der mein Herz hängen wird." Das professionelle Radsportteam, das von dem Nordmilch-Konzern Milram gesponsert wird, existiert seit Anfang 2006.
Doch schon wenige Monat nach diesen sicheren Worten schien die Welt bei Milram am Ende, der Sponsor wollte trotz bis 2010 laufenden Vertrags vorzeitig aussteigen. Laut Pressemeldungen waren "unterschiedliche Auffassungen über die weitere Geschäftspolitik des Unternehmens" der Grund. Wie viel Wahrheit an diesem Gerücht dran war ist nicht ganz sicher, fest steht jedoch, dass das Team Milram die kommende Saison wie geplant in Angriff nehmen kann. Was allerdings im kommenden Jahr aus dem Team wird steht noch in den Sternen. Ein weiterer Grund für den Rückzug von Sponsoren aus dem deutschen Radrennsport ist wohl die Dopingkrise und die damit rückläufige Zahl an Anhängern, denn selbst die beiden Fernsehsender ARD und ZDF haben sich immer noch nicht klar gegen oder für eine Berichterstattung von einigen Radrennen ausgesprochen. Die Angst ist also groß, eine falsche Entscheidung zu treffen.
Nun will das Team unter dem Motto 'Alles wird neu - alles wird anders' in die neue Saison starten und hofft auf Verbesserungen. Seit dem Ausstieg von Erik Zabel führen nun der der 26-jährige Linus Gerdemann und Gerald Ciolek das Team als Kapitäne an. Der Gewinner der Deutschland-Tour 2008 Gerdemann und Sprinter Ciolek wechselten zusammen vom Team Columbia im letzten Jahr zu Milram. Das Team erhofft sich viele Erfolge in diesem Jahr und will bei jedem Rennen offensiv und aktiv mitfahren.
Gerwen freut sich auf ein weiteres Jahr und auf eine weitere Herausforderung: "Wir haben unser Team wie eine Fußball-Mannschaft aufgestellt. Es gibt Sprinter, Klassement- und Bergfahrer sowie Allrounder. Jede Position hat ihre eigene Qualität. Wir wollen allen zeigen, dass es der Radsport wert ist, im Fernsehen gezeigt zu werden." Der Fernsehsender ARD hatte im vergangenen Oktober seinen Ausstieg aus der Live-Übertragung der Tour de France verkündet und auch die Austragung der Deutschland-Tour steht noch in Frage. In den vergangenen Tagen konnten wir in den Medien lesen, dass die ARD doch einen Live-Bericht der Tour de France erwägt – zumindest teilweise. ARD-Radsportsprecher Peter Meyer sagte in einem Interview: "Selbstverständlich wird es eine Berichterstattung geben, wenn auch Art und Umfang noch offen sind. Ob es Live-Anteile geben wird, entscheiden aber letztlich die ARD-Intendanten."
Die 5. UCI Pro Tour hatte am 20. Januar mit dem ersten Radrennen, der Tour Down Under 2009, begonnen. Das Radrennen bestand aus sechs Etappen mit einer Gesamtdistanz von 802 Kilometern. Die sechste und letzte Etappe fand heute, den 25. Januar statt. Der Australier Allan Davis konnte sich dreimal den Etappensieg sichern und siegte somit in der Gesamtführung.
Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin für Sportartikel in der
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