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Bahnrad-WM endete für Deutschland mit zwei Goldmedaillen und einer Bronzemedaille
By Emeli Dean
Die 117. Ausgabe der UCI-Bahn-Weltmeisterschaften ist zu Ende. Die diesjährige WM wurde im polnischen Pruszków ausgetragen, wenige Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Warschau. Begonnen hat die WM am vergangenen Mittwoch, den 25. März, mit den ersten vier Wettkämpfen. Die Männer starteten mit dem Punkterennen über 40 Kilometer und dem Teamsprint, während bei den Frauen das 500 Meter Zeitfahren und die Einzelverfolgung am ersten Tag anstanden. Bis einschließlich Sonntag, den 29. März, wurden insgesamt zehn Disziplinen bei den Männern und neun Disziplinen bei den Frauen ausgetragen.
BDR-Vizepräsident Udo Sprenger hatte vor Beginn der Meisterschaft gesagt, dass er sich mindestens fünf Medaillen von der deutschen Mannschaft erhofft, dann wäre er sehr zufrieden. Am Ende hat es jedoch nur zu drei Medaillen gereicht. Im Gegensatz zum Vorjahr hat sich die Mannschaft zwar steigern können, doch zufrieden waren sie nicht mit ihrem Ergebnis. Besonders der 33-jährige Olympiasieger von Sydney 2000, Robert Bartko, hatte sich eine Medaille erhofft. Damals hatte er sich zwei Goldmedaillen in der Einzel- und in der Mannschaftsverfolgung geholt.
Am ersten Tag kam der 23-jährige Roger Kluge als bester Deutscher beim Punkterennen auf Platz 7 und holte sich 13 Punkte. Der Silbermedaillen-Gewinner im Punktefahren der Olympischen Sommerspiele im vergangenen Jahr gewann schon mit den deutschen Junioren mehrere Titel auf der Bahn und fährt seit 2005 in der U23-Klasse. Beim Teamsprint konnte sich das deutsche Trio Rene Enders, Robert Forstemann und Stefan Nimke mit einer Gesamtzeit von 43,912 Sekunden und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 61,486 km/h die Bronzemedaille sichern.
Die deutschen Frauen hatten leider keinen Medaillenerfolg. Dafür gab es Freude bei Litauen, die 26‑jährige Simona Krupeckaite hat im Finale des 500 Meter Zeitfahrens mit einer Zeit von 33,296 Sekunden und bei einer Geschwindigkeit von 54,060 km/h einen neuen Weltrekord aufgestellt.
Am folgenden Tag stand bei den Männern Scratch, Einzelverfolgung und Keirin, eine aus Japan stammende Variante des Sprints, auf dem Plan, bei den Frauen Teamsprint und Mannschaftsverfolgung. Einziger deutscher Medaillenträger war an diesem Tag der 21-jährige Berliner Maximilian Levy, der bei der Europameisterschaft im Jahr 2007 zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze gewinnen konnte. Bei der Weltmeisterschaft 2007 auf Mallorca sowie bei den Olympischen Spielen 2008 gewann er mit der deutschen Mannschaft jeweils Bronze im Teamsprint.
Am Donnerstag konnte sich der 31-jährige Stefan Nimke über die Goldmedaille im 1000 Meter Zeitfahren freuen, mit einer Zeit von 1:00,666 Minuten kam er vor dem US-Amerikaner Taylor Phinney in Ziel. In seiner 13-jährigen Profikarriere hat der Schweriner bereits 4 Medaillen bei Olympischen Spielen, 15 Medaillen bei Deutschen Meisterschaften und nun seine 11 Medaille bei einer Bahnrad-WM gewonnen. Außerdem mussten sich die Männer noch der Mannschaftsverfolgung stellen. Bei den Frauen gab es an diesem Tag nur einen Wettkampf, dem Scratch.
Mit der Goldmedaille von Stefan Nimke sollte es dann auch schon vorbei sein mit dem Glück der deutschen Mannschaft. Am vorletzten Tag gingen die Männer dann noch mit dem Wettkampf Madison an den Start und die Frauen im Omnium und dem Sprint.
Am 5. Und letzten Tag der WM wurden die letzten 4 Entscheidungen ausgetragen, wobei noch einmal neue Weltmeister im Keirin und Punktefahren bei den Damen sowie im Omnium und im Sprint der Herren gesucht wurden. Die deutsche Mannschaft beendete die diesjährige WM auf dem 5. Platz laut Medaillenspiegel beim Endstand nach 19 Entscheidungen. Auf Platz eins kam Australien mit viermal Gold, viermal Silber und zweimal Bronze. Gefolgt von Frankreich auf Platz zwei, Großbritannien auf Platz drei und Dänemark auf Platz vier.
Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin für Sportartikel in der
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