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ATP-Reformen für 2009 geplant

By Emeli Dean

Die diesjährige ATP-Saison neigt sich dem Ende zu, es stehen nur noch zwei Turniere aus, die BNP Paribas Masters in Frankreich und der Tennis Masters Cup in China. Die Tennisprofis haben dann ungefähr einen Monat Zeit, um sich auszuruhen und sich auf die kommende Saison vorzubereiten, die am 5. Januar 2009 mit den ersten Turnieren beginnt.

Für die neue Saison sind mehrere Veränderungen geplant, so wird der Kalender umstrukturiert, die Preisgelder teilweise angehoben und Bodenbeläge verändert. Insgesamt sind für die nächste Saison 63 Turniere ausgeschrieben, die auf allen Kontinenten verteilt stattfinden werden, wobei rund 31 Länder als Ausrichter dienen sollen.

Eine der wichtigsten Veränderungen im Kalender der kommenden ATP-Saison ist die Umbenennung der Turnierkategorien, so wurden die Masters Series in „Masters 1000“ umbenannt und die die elf Turniere der International Series Gold heißen jetzt "500". Die Zahlen deuten auf die Punktevergabe hin, somit bekommt man also bei einem Sieg bei den Masters 1000 Punkte und bei den ehemaligen Series Gold 500 Punkte. Bei allen anderen ATP-Turnieren werden 250 Punkte vergeben.

Wieder dabei ist das Turnier im südafrikanischen Johannesburg, welches bereits von 1976-1995 als Outdoor-Turnier auf einem Hartplatz stattfand. Aus dem Rennen ist dagegen das österreichische Turnier in Kitzbühel. Das Turnier in Australien wechselt seinen Standort von Adelaide nach Brisbane und das ATP-Finale der besten acht Spieler am Ende des Jahres wechselt von Schanghai nach London. In Deutschland müssen wir keine Einbussen hinnehmen, denn die fünf Turniere in Hamburg, Stuttgart, Halle, München und Düsseldorf werden weiterhin stattfinden. In den USA und Frankreich dürfen sich die Tennisfans dafür über mehr Veranstaltungen freuen, so werden in den USA nun 13 und in Frankreich 6 Turniere ausgetragen.

Eine weitere Veränderung können wir in den Bodenbelägen sehen, das Spiel auf dem Teppich wurde völlig vom Kalender gestrichen, um die Spiele generell etwas langsamer und somit spannender zu machen. „Wir wollen keinen Belag mehr wie vor sieben, acht Jahren. Auf dem damaligen Teppich haben die Matches gerade mal eine Stunde gedauert“, so der Turnierdirektor von Wien, Peter Feigl, in einem Interview. So werden nun auch die letzten Hallen-Turniere in Europa auf den Hartplatz verlegt.

Die Reform wurde schon im Jahr 2007 ATP-Chef Etienne de Villiers angekündigt. Die Profispieler scheinen jedoch nicht ganz glücklich mit dieser Entscheidung zu sein. Bereits vor zwei Jahren haben rund 60 Spieler, unter ihnen auch der Schweizer Roger Federer und der Spanier Rafael Nadal, Unterschriften gesammelt und einen Brief an die ATP geschrieben. De Villiers, dessen Vertrag am 31. Dezember dieses Jahres ausläuft hat verkündet, dass er seinen Vertrag nicht weiter verlängern wird. Liegt diese Entscheidung an den Anhäufungen an Kritik?

Es kann also sein, dass nach den ATP-Sitzungen bei den Masters in Shanghai alles wieder ganz anders wird und die angekündigten Reformen vielleicht sogar ganz zurückgenommen werde.

Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin für Sportartikel in der Wetten auf American Football Industrie. Finden Sie weitere Artikel der Verfasserin unter www.instantactionsports.com

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