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Rückblick auf die 4-Schanzen Tournee
By Emeli Dean
Alles begann 1951, als die drei Ski-Vereine aus Innsbruck, Bischofshofen und Partenkirchen die Idee eines internationalen Turniers hatten, um nach dem Krieg das Skispringen in Europa wieder ins Licht zu rücken. Beim Nachtspringen im Mai 1952 von der Sprungschanze auf der Seegrube beschlossen die drei Vereine ein festes Programm für die Saison 1952/53. Dieser Tag wird als offizieller Gründungstag der deutsch-österreichischen Springer-Tournee gesehen. Mit den drei Vereinen standen drei Standorte für das Turnier fest, zwei in Österreich und einen in Deutschland. Um Gleichgewicht an deutschen und österreichischen Austragungsorten herzustellen, wurde Oberstdorf als vierte Station ausgewählt. Die Funktionäre in Oberstdorf konnten ihr Organisationstalent bereits bei einigen Skiflugwochen in den letzten beiden Jahren beweisen.
Der Norweger Asefeir Doelplads war der erste Sieger des ersten Tourneetages. Der erste Gewinner der Gesamtwertung aller vier Tage war der Österreicher Josef Bradl, auch bekannt als Sepp „Bubi“ Bradl. Sepp Bradl, der 1918 im Freistaat Bayern geboren wurde, war der der erste Skispringer, dem es 1936 gelang über 100 Meter zu springen.
Insgesamt kamen rund 20.000 Zuschauer, um die erste Vierschanzentournee zu verfolgen. Teilnehmer waren neben den Gastgeberländern Deutschland und Österreich, Schweden, Norwegen, Slowenien und die Schweiz.
Die Saison 2007/08 wurde ungewollt zur Dreischanzentournee. Zwar gab es vier Tourneetage, aber der Wettkampf in Innsbruck musste unglücklicherweise wegen des schlechten Wetters abgesagt werde. Ein Föhnsturm machte es den Veranstaltern unmöglich das Springen durchzuführen. "Die äußeren Bedingungen haben es nicht zugelassen, auch nur einen Springer runter zu lassen. Wir haben jetzt zwar keine Vierschanzentournee mehr, aber immerhin noch eine Vier-Springen-Tournee", sagte Walter Hofer, Renndirektor des Internationalen Skiverbandes Fis. Die Gastgeber waren bestürzt über diese erste Absage in der 55-jährigen Tournee-Geschichte. "Das ist frustrierend, das Herz tut weh. Es ist, als würde für die Kinder Weihnachten abgesagt", erklärte Toni Innauer, Direktor Nordisch im Österreichischen Skiverband. Um eine Wiederholung dieses Unglücks zu verhindern, plant der Verband künftig Flutlichter anzubringen, um das Springen am Abend zu veranstalten.
Ebenfalls ist die Installierung einer Windnetzes geplant. "Normalerweise ist das Wetter abends ruhiger. Um ein Windnetz perfekt zu positionieren, bedarf es dagegen jahrelanger Messungen und Simulationen. Bei einem Föhnsturm wie in diesem Jahr wird man aber auch in Zukunft keine Chance haben“, so Innauer.
Das Springen wurde nach Bischofshofen verlegt, wo auch das Finale stattfand. Mit 1085.8 Punkten holte der Finne Janne Ahonen seinen fünften Tournee-Gesamtsieg. Damit geht er als Rekordhalter in die Geschichte ein. Zuvor noch musste sich der 30-jährige sich den Titel mit dem Deutschen Jens Weißflog teilen. Zweiter der Tournee wurde der Österreicher Thomas Morgenstern, gefolgt vom deutschen Hoffnungsträger Michael Neumayer, der durch den Ausfall von Simon Ammann, Tom Hilde und des 17-jährigen Tiroler Georg Schlierenzauer auf den fantastischen dritten Platz gelangen konnte. Zu seinem Erfolg sagte Neumayer stolz: „Ich kann kaum fassen, dass ich Dritter bin. Das war ein Wechselbad der Gefühle. Nach einem völlig kuriosen Springen stehe ich plötzlich auf dem Treppchen. Wahnsinn!”
Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin in Sport für die
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