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Varis lebenslang gesperrt

By Emeli Dean

Die Biathletin Kaisa Varis wurde zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren positiv auf Doping getestet. Die 32-jährige Finnin war bereits von 2003 bis 2005 gesperrt gewesen, als bei den nordischen Ski Weltmeisterschaften 2003 in Italien festgestellt wurden, dass sie das Hormon Erythropoietin (EPO), ein Glykoprotein-Hormon, das als Wachstumsfaktor für die Bildung roter Blutkörperchen dient, missbraucht hatte. Damals belegte sie mit der finnischen Langlaufstaffel den zweiten Platz. Die Silbermedaille wurde der Mannschaft jedoch aberkannt.

Zwei Jahre zuvor, ebenfalls bei der Nordischen Ski-WM, errang sie die Bronzemedaille im 15km Langlauf-Einzelrennen. Dies war wohl der Höhepunkt ihrer 7-jährigen Langlaufkarriere, in der sie insgesamt neunmal auf dem Siegertreppchen der Weltcupeinzelrennen feiern konnte. Nach der zweijährigen Sperre konnte sich Varis wieder für den finnischen Weltcup-Kader qualifizieren und wurde sogar für die Mannschaft für die Olympischen Winterspiele 2006 nominiert. Das finnische Nationale Olympische Komitee wollte sie jedoch auf Grund ihrer Vergangenheit nicht in die Mannschaft aufnehmen. Im Sommer 2006 wechselte sie deshalb zum Biathlon.

Im darauf folgenden Februar konnte sie bereits ihren ersten Erfolg erzielen, als sie beim Europacup 2007 in Tschechien den dritten Platz im Sprintrennen belegen. Nur kurze Zeit später nahm sie beim Sprintrennen im heimischen Lahti an ihrem ersten Weltcuprennen teil und belegte als schlechteste Schützin den 70. Platz. Doch schon in der folgenden Saison konnte sie sich unter Beweis stellen und erreichte den fünften Platz. Das Schiessen fiel ihr dennoch schwer und war deshalb sehr unbeständig. So konnte sie kaum Punkte sammeln, die gemäß des Punktesystems des Internationale Ski-Verbandes Fis an die besten 30 Athleten vergeben werden.

Im Januar dieses Jahres errang sie ihren ersten Sieg bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Bayern. Nach nur wenigen Wochen Ruhm wurde eine am 6. Januar entnommene Blutprobe positiv auf EPO getestet und von der auf Antrag der Athletin abgegebenen B-Probe bestätigt. Der WM-Sieg, sowie alle im Saisonverlauf gesammelten Punkte wurden ihr aberkannt. Außerdem wurde die Finnin von der Internationalen Biathlon-Union (IBU) lebenslang gesperrt. Dies wurde vom IBU-Vizepräsidenten Alfons Hörmann nach der Sitzung des Exekutivkomitees bestätigt: „Es ist die einzig richtige Entscheidung und ein Signal, dass wir die Dinge in die Hand nehmen." In den Statuten der IBU steht geschrieben, dass ein zweifaches Vergehen mit einer lebenslangen Sperre geahndet wird.

Über den Autor:
Emeli Dean ist eine hochrangige Verfasserin in Sport für die
sportwetten Industrie. Finden Sie weitere Artikel der Verfasserin unter www.instantactionsports.com/deutsch/

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